INSM-Bildungsmonitor 2012

Auch in diesem Jahr hat die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft den sogenannten »Bildungsmonitor« herausgebracht. In dieser Dauerstudie wird die Bildungspolitik anhand intransparenter Kriterien bewertet und die Bundesländer in ein Ranking gebracht. Die Meldungen über die Aktualisierung dieser Studie machen die Runde.

Vor einem Jahr wurde überdies eine kritische Studie von Tobias Kaphegyi mit dem Titel »Black Box Bildungsmonitor? Ein Blick hinter den Reiz des Rankings« sowohl als Langfassung als auch als Kurzfassung herausgebracht. Diese lesenswerte Studie kritisiert unter anderem die Intransparenz der Kriterien des Bildungsmonitors und die einseitige Fixierung auf die Bildung als Wachstumstreiber. Besonders kritisiert wird die oftmals mangelnde empirische Bestätigung der theoretischen Annahmen, die in den Handlungsfeldern zwischen dem Bildungssystem und dem Wirtschaftswachstum in den Bundesländern hergestellt werden.

Methodisch wird besonders kritisiert, daß die für Indikatoren keine Quellen vorliegen. Somit ist die Überprüfbarkeit und damit die Wissenschaftlichkeit des Bildungsmonitors per se in Frage gestellt. Als grundsätzliche Schlußfolgerung läßt sich ziehen, daß der Bildungsmonitor eine ideologisch geleitete Äußerung der INSM ist, die mit einem wissenschaftlichen Anspruch daherkommt, der nicht erfüllt wird.

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