Raffelhüschen als Beispiel für Interessenkonflikte

In der Süddeutschen Zeitung vom 10.01.2012 wird in einem Artikel von Bastian Brinkmann auf Seite 20 (Wirtschaftsteil) darüber berichtet, daß die renommierte American Economic Assoication künftig nur noch Wissenschaftler in ihren Publikationen veröffentlichen lassen will, die die Geldgeber ihrer Studien veröffentlichen, beziehungsweise Posten bei Think Tanks oder Einkommen durch Beratertätigkeiten angeben (vgl. Brinkmann, Bastian: »Scheinbar unabhängig« in: Süddeutsche Zeitung 10.01.2011, S. 20).

Dieser Ruf nach Transparenz könnte auch an deutschen Universitäten Gehör finden, meint Brinkmann, und nennt Bernd Raffelhüschen als Beispiel für einen Professor, der auch im Auftrag der Versicherungswirtschaft tätig ist. So habe er ein Gutachten für das von der Deutschen Bank finanzierte Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) erstellt, in dem er untersuchte, warum die gesetzliche Pflegeversicherung nicht mehr finanzierbar sei (vgl. ebd.)

Auch die von den Metallarbeitgebern finanzierte  Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft greift gerne auf Bernd Raffelhüschen als ihren Botschafter bei ihren Kampagnen zur Privatisierung der Pflegeversicherung zurück. Raffelhüschen hat sich nicht nur als Gutachter für das DIA betätigt – bei dem übrigens auch Meinhard Miegel wissenschaftlicher Berater war -, sondern sitzt auch im Aufsichtsrat der ERGO-Versicherungsgruppe (Quelle).

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